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Bienvenido en Alemania - Bauwirtschaft Südwestfalen testet MobiPro-EU

Dass es aufgrund des demographischen Wandels immer weniger Jugendliche und somit potenzielle Auszubildende gibt, ist unumstritten. Die Tatsache, dass immer mehr Schulabgänger sich für ein Studium entscheiden, erschwert die Nachwuchssuche für Unternehmen umso mehr. Schließlich werden nicht nur „Häuptlinge“ gebraucht, auch die "Indianer" dürfen nicht fehlen.

Natürlich sollte man zunächst den deutschen Arbeitsmarkt bestmöglich ausschöpfen, schließlich gibt es auch in Deutschland noch zahlreiche Jugendliche ohne Ausbildungsplatz. Dennoch sollte man sich langfristig auch anderweitig orientieren und einen Blick über die Landesgrenzen hinaus ins europäische Ausland wagen. In Spanien ist die Jugendarbeitslosigkeit auf Rekordniveau. Mehr als jeder zweite Spanier unter 25 Jahren war 2013 ohne Beschäftigung – Tendenz steigend. Deutsche Unternehmen suchen händeringend nach Auszubildenden, Jugendliche in Spanien hingegen nicht weniger händeringend nach einer Ausbildung mit Perspektive. Warum nicht beide Parteien zusammen bringen und somit eine Win-Win-Situation schaffen?

Das dachte man sich auch Ende letzten Jahres im Kreis der Bauwirtschaft Südwestfalen, als man sich erstmals mit dem Programm MobiPro-EU beschäftigte. Dieses Programm mit dem viel versprechenden Namen "The Job of my Life", initiiert von der Bundesagentur für Arbeit bzw. der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) sowie dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales, fördert junge Leute in der EU bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz, aber auch bei der Finanzierung ihres Aufenthaltes im Ausland. Unterm Strich bringt es die suchenden Parteien zusammen. Einige Unternehmen aus der Bauwirtschaft Südwestfalen meldeten freie Ausbildungsplätze, u.a. meldete auch Hering zwei Ausbildungsplätze als Gleisbauer /-innen.

Im Februar gab es ein erstes Feedback aus Madrid, wo die ZAV vor Ort nach geeigneten, motivierten Jugendlichen suchte. Elf junge Menschen hatten ihr Interesse bekundet und einen Deutsch-Crashkurs angetreten. Nach einer ersten Kontaktaufnahme durch einen Vertreter des Aus- und Weiterbildungszentrum Bau, das in diesem Rahmen eine Art Kümmerer-Funktion eingenommen hat, packten letztendlich sieben junge Männer zwischen 20 und 30 Jahren Ende Mai ihre Koffer und machten sich mit Auto oder Flugzeug auf den Weg nach Deutschland, um hier ein Praktikum mit Ausblick auf eine anschließende Ausbildung anzutreten.

Aufgrund der Tatsache, dass Hering in der Zwischenzeit die gemeldeten Ausbildungsplätz doch mit Jugendlichen aus der Region besetzen konnte, ließ man hier anderen Unternehmen in der Region den Vortritt. Hering wünscht allen Beteiligten viel Erfolg bei diesem Projekt!


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