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Hering zieht positive Schlussbilanz im Projekt ÖKOPROFIT



Wenn Unternehmen ihre Betriebs- und Geschäftsabläufe in puncto Umweltschutz und Energieeinsparung genauer unter die Lupe nehmen, dann hat dies zwei positive Aspekte. Zum einen entlastet es die Umwelt, zum anderen können effektiv Kosten gesenkt werden. Mit dem Motto „Die Welt von morgen trägt unsere Spuren von heute“ trat man im April 2013 gemeinsam mit zehn anderen Unternehmen und Institutionen aus Burbach zum Projekt ÖKOPROFIT, genauer gesagt dem „Ökologischen Projekt für integrierte Umwelttechnik“ an. Hierbei handelt es sich um eine vom NRW-Umweltministerium geförderte Aktion für den betrieblichen Umweltschutz, für den Hering sich bereits seit vielen Jahren stark macht. Obwohl bereits seit 19 Jahren EMAS-zertifiziert, versprach man sich von der Teilnahme an diesem Projekt neue Impulse.


Ein sechsköpfiges Umweltteam, allen voran Geschäftsführerin Annette Hering und Umweltbeauftragte Sabine Preuk, erarbeitete im vergangenen Jahr ein praktisches Konzept zur Einsparung von Energie, Wasser und Abfall. Bei einer Bestandsaufnahme im Unternehmen stieß man schnell auf einige Dinge, die im Rahmen von ÖKOPROFIT angegangen wurden und im Endeffekt deutlich verbessert werden konnten.




Ein Großteil der definierten Ziele konnte bereits erreicht werden, weitere Maßnahmen befinden sich in der Umsetzungsphase. Bereits realisiert wurde die Verringerung der Energieverluste  des Gebäudes Produkttechnik durch den Teilaustausch bzw. die Sanierung der Fenster, zudem konnte das Abfallmanagement durch neue Strukturen, Zuständigkeiten und Schulungen erheblich verbessert werden. Die zentrale Heizversorgung der Firmengebäude kann durch die Investition in eine neue, Lambda-Sonden-geführte Steuerung des Holzheizkessels verbessert werden, infolgedessen wird ein nicht unerheblicher Anteil an Energie und CO2 eingespart. Die Beauftragung ist bereits erfolgt. Daneben stehen noch weitere Maßnahmen auf der Agenda, die von dem Umweltteam erarbeitet wurden und in den nächsten Jahren umgesetzt werden, beispielsweise der Austausch der Gebläseheizung im Fertigteilwerk zur Reduzierung des Energieeinsatzes und der Austausch der Leuchtmittel in den Produktionsstätten.


Zudem steht die Anschaffung einer Wasseraufbereitungsanlage im Fertigteilwerk auf dem Programm, um den Abfall Betonschlamm sowie das daraus resultierende Schmutzwasser zu reduzieren. Betonschlamm ist mit der größte Posten in der Summe der Abfallmengen. Bis zu 230 Tonnen jährlich weniger könnten durch die Wasseraufbereitungsanlage anfallen.


Nicht zu vergessen sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Hering, die von Beginn an aktiv in das Projekt eingebunden wurden, denn mit deren Motivation steht und fällt nicht nur der Erfolg des Unternehmens, sondern auch ÖKOPROFIT. Es wurden gemeinsame Aktionen, u.a. eine E-Bike-Tour und ein Vortrag zum Stromsparen im Haushalt durchgeführt. Ziel ist es, das Umweltbewusstsein einmal mehr zu stärken und mehr Eigeninitiative bzw. die Einbringung neuer Ideen in den betrieblichen Umweltschutz zu erreichen.


Unterm Strich können durch diese Maßnahmen 230 Tonnen Abfall, 733.000 Kilowattstunden Energie und 192,5 m³ Wasser pro Jahr eingespart werden, was einer jährlichen Kosteneinsparung von 45.360 € entspricht. Diese Zahlen belegen, dass der Einsatz und die Beteiligung am Projekt ÖKOPROFIT sich durchaus gelohnt haben.


Der Beweis, dass ökologischer Nutzen und ökonomischer Gewinn sich nicht gegenseitig ausschließen ist einmal mehr erbracht! Das sah auch die ÖKOPROFIT-Prüfungskommission so und somit fielen in der Abschlussprüfung am 13. März die Worte „Sie haben bestanden, herzlichen Glückwunsch.“ Anfang April fand eine feierliche Abschlussveranstaltung statt, in der die Unternehmen ihre Urkunden aus den Händen von NRW-Umweltminister Johannes Remmel und Burbachs Bürgermeister Christoph Ewers erhielten.




Klar ist, dass mit dem Projektabschluss nicht unmittelbar alle Themen vom Tisch sind, viel mehr werden diese in den bestehenden Umweltmanagementausschuss übertragen.

 


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