Anfang 2003 veröffentlicht das Kirchenverwaltungsamt Mannheim den offenen zweiphasigen Realisierungswettbewerb zum Neubau eines Gemeindezentrums für die Evangelische Thomasgemeinde in Mannheim-Neuhermsheim. Die Gemeinde wünscht sich ein Licht durchflutetes, einladendes Gebäude, das Raum bietet für Begegnungen aller Art, das aber auch eine wirtschaftliche, ökologische und Ressourcen sparende Bauweise berücksichtigt, ohne jedoch die architektonischen Entfaltungsmöglichkeiten einzuschränken. Von 447 Teilnehmern gewinnen im Januar 2004 netzwerkarchitekten aus Darmstadt mit ihrem Entwurf den 1. Preis dieses Wettbewerbs. Der Unternehmensbereich Hochbauen der Hering Bau GmbH & Co. KG bildet mit einem renommierten Mannheimer Bauunternehmen, das für den Rohbau verantwortlich zeichnet, eine ARGE und wird mit der Herstellung der weißen, glatt geschalten Betonfertigteilstützen, die eine kunsthandwerklich anspruchvolle Herausforderung darstellen, beauftragt.
Die Natur stand Pate
Der Entwurf von netzwerkarchitekten in Darmstadt sieht ein Gebäudecarrée mit eine Fassade in offener Bauweise vor, die den Betrachter weder ein-, noch aussperrt. Dazu wird eine architektonisch gestaltete Fassade aus Betonfertigteilstützen vorgesehen, die der Natur nachempfunden sind und eine „vergröberte Nachbildung von Gräsern, die ineinander verflochten sich im Winde wiegen“ darstellen. Dies schalungstechnisch umzusetzen war nur möglich aufgrund der reichen Erfahrung und des fachlichen Könnens der Mitarbeiter von Hering.

