Im Rahmen eines städtebaulichen Realisierungswettbewerbs in Lünen gewann das Büro Kohl und Fromme Architekten in Duisburg den ersten Preis. Im Naturraum Lippe entstand der „Merschpark“ mit seinem Konzept: „Wohnen und Arbeiten im Merschpark“. Durch die zeitversetzte Realisierung erhielten die Gebäude der ersten Bauphase eine Vorbildfunktion. Zu diesen Gebäuden gehört auch die Polizeidirektion Lünen.

Im Oktober 2006 bekam die Firma Hering vom Bauverein Lünen, der auch Initiator des Wettbewerbs war, den Auftrag über Herstellung und Montage der Sandwich- und Vorhangfassadenelemente für dieses Bauwerk. Es handelt sich hierbei um 101 geschosshohe Fertigteile mit einer Gesamtfassadenfläche von 1.760 m². Die Fassade wurde in einer sandgrauen Farbe ausgeführt und erhielt eine gesäuerte Oberfläche. Um die Fugen nicht unnötig breit erscheinen zu lassen, wurden die Fertigteile scharfkantig hergestellt. Im Eingangsbereich konnte mit Hilfe der Matrizenschaltechnik der Schriftzug „POLIZEI“ in eine Stele eingearbeitet werden.

Die Fenster vor den Hafträumen erhielten Gitter aus Spezialstahl. Aber um bei den Insassen keine Hoffnungen aufkeimen zu lassen - auch die Fertigteile haben einen erhöhten Bewehrungsanteil und sind ausbruchssicher gemäß Gewahrsamrichtlinien NRW.

